Dr. Thomas Müller-Späth
Dr. Thomas Müller-Späth steht an vorderster Front des Wandels von der Batch- zur kontinuierlichen Herstellung in der Biopharmaindustrie. Als CEO von YMC ChromaCon verbindet er fundierte Expertise im Chemieingenieurwesen mit einer strategischen Vision zur Industrialisierung von Technologien zur Prozessintensivierung.
Wissenschaftliche Wurzeln & die Entstehung von MCSGP:
Thomas hat einen Doktortitel (PhD) in Chemieingenieurwesen von der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH Zürich), wo er seine Doktorarbeit in der renommierten Morbidelli Group durchführte. Dort trug er dazu bei, die Multi-column Counter-current Solvent Gradient Purification (MCSGP) mitzuentwickeln – eine Technologie, die heute als Benchmark gilt, um anspruchsvolle Zielkonflikte in der Aufreinigung zu lösen.
Ausbildung:
PhD, ETH Zürich; Dipl.-Ing., Technische Universität Hamburg; Austauschstudent, University of California, Berkeley.
Forschungsschwerpunkte:
Kontinuierliche Chromatographie, Prozessmodellierung und die Aufreinigung komplexer Biomoleküle.
Vom Konzept zum Industriestandard:
Als Mitgründer von ChromaCon im Jahr 2006 war Thomas maßgeblich daran beteiligt, komplexe akademische Konzepte in die robuste Contichrom®-Hardwareplattform zu überführen. Er hat die Technologie von einer Labor-Neuheit zu einer GMP-tauglichen Fertigungslösung weiterentwickelt, die von führenden Pharmaunternehmen weltweit eingesetzt wird. Seine Arbeit war entscheidend dafür, nachzuweisen, dass kontinuierliche Prozesse (wie CaptureSMB für mAbs und MCSGP für Peptide/Oligonukleotide) CAPEX/OPEX deutlich senken und gleichzeitig die Produktqualität verbessern können.
Vordenkerrolle:
Thomas ist weiterhin ein aktiver Beitragender in der wissenschaftlichen Community. Er ist Erfinder mehrerer grundlegender Patente im Bereich der kontinuierlichen Verarbeitung und hat über 30 wissenschaftliche Publikationen verfasst. Er ist ein häufiger Referent auf wichtigen Branchenkonferenzen (TIDES, SPICA, PREP), wo er sich für die wirtschaftlichen und technischen Vorteile der kontinuierlichen Downstream-Verarbeitung einsetzt.